Chronik

Herbstkonzert 2019 – Europa – Musik ist grenzenlos

Vereinsausflug Schloss Anholt und Anholter Schweiz

Traumhaftes Wetter hatten wir bei unserem Ausflug. Nach einer ausführlichen Führung durch das Wasserschloss Anholt ging es zum Biotopark Anholter Schweiz. Dort haben wir ein leckeres Mittagessen im Schweizer Häuschen genossen, um anschließend den schattigen Park zu erkunden. Bären, Luchse, Wildkatzen und andere Tiere haben wir gesehen, auch Ziegen und Esel zum Anfassen. Das Highlight war die Greifvogelschau, ein Spaß für jung und alt.

Frühjahrskonzert 2019 – Musik aus Ost und West

in der ev. Kirche in Vorst

Unter dem Titel „Musik aus Ost und West“ eröffnete das Orchester unter der Leitung von Andrea Jentges das Konzert mit der Ouvertüre aus der Oper „La Caravane du Cairo“.

 

 

 

Die neue 1.Vorsitzende des Mandolinenorchesters, Andrea Soumagne, begrüßte danach ganz herzlich die Besucher und den Solisten Carlo Brunn. Charmant und informativ führte sie durch das Programm. Mit „Manaos“, einem brasilianischen Tanz mit schwungvollen aber auch ruhigen Elementen, wurde das Programm fortgesetzt. Danach erfolgte ein großer räumlicher und kultureller Sprung auf die britischen Inseln. Die „Celtic Fairies“ mit ihren verschiedenen Stilelementen wurden sicher vom Orchester herausgearbeitet; mal melancholisch verträumt, mal im metallico forsch und flott im Stil eines fröhlichen irischen Volkstanzes.

Hatte Carlo Brunn das Orchester bisher rhythmisch begleitet folgte nun sein Solo am Marimbaphon. Sein Beitrag „Butterfly“ beschreibt den Tagesgang eines Schmetterlings. Mit den vier Schlägeln entlockte er seinem Instrument einzigartige Klänge, mal gefühlvoll sanft in der Morgenstimmung um dann aber beim Flug des Schmetterlings die Schlägel über die Holzstäbe wirbeln zulassen. Der Applaus der Zuhörer bestätigte sein beeindruckendes Spiel.

In der anschließenden „Suite in drei Sätzen“ wurden die Besucher in verschiedene Länder geführt, die durch charakteristische Klänge vorgestellt wurden. Danach folgte die „Rapsodia Mandolinistica“ mit ihren Tänzen und teilweise bekannten Melodien. Das Konzert beendete das Orchester mit der „Danza da Saudade“, ein Stück in Anlehnung an den portugiesischen Fado. Der Tanz und die Sehnsucht wurden eindrucksvoll vom Orchester den Zuhörern nahe gebracht.

Mit dem schwungvollen „Mambo Nr.5“ als Zugabe wurden die Besucher auf den Heimweg geschickt. Der anhaltende Applaus bestätigte dem Orchester, dass sich die Probearbeit gelohnt hatte.

 

Orchesterfrühstück im Bistro Mikado am 14.01.2019

Bistro Mikado, Krefeld

Weihnachtsfeier im Pfadfinderheim St. Tönis am 18.12.2018

Weihnachtsfeier 2019

Herbstkonzert 2018 mit dem Trio „La Chaconne“

in der Christuskirche in St. Tönis

Zum Thema „Nachtigall und Urlaubsträume“ spürten wir in diesem Konzert Vogelstimmen in alter und neuer Musik nach. Als Mitwirkung konnten wir das Trio La Chaconne mit Diemut Hammelrath und Ulla Drießen, Blockflöten und Christoph Dalitz, Renaissancelaute und Theorbe gewinnen.

 

 

 

Frühjahrskonzert 2018 „Sommerfantasien“

in der ev. Kirche in Vorst


Als Mitwirkung hatten wir die international bekannte Harfenistin Giedrė Šiaulytė, die unter anderem in den Konzertsälen von Kopenhagen, Oslo und Göteborg, in der Kölner Philharmonie und der Londoner Cadogan Hall aufgetreten ist.

Wir spielten mit ihr das 1. Konzert von Blanco, einen Satz aus dem 1. Konzert von Gunsenheimer und das Konzert in B-Dur von Händel für Harfe und Orchester.

Außerdem im Programm: Omaggio a trento von Sartori, die Reisebilder von Kretschmar und Belle Castillane von Maciocchi.

Frau Šiaulytė spielte solistisch das Impromtu Nr. 6, op.86 von Fauré und die Fantasie c-moll op. 35 von Sphor.

Erika Tilmes und Rüdiger Sorgalla

Beim geselligen Abendessen  nach dem Konzert wurde Erika Tilmes für ihre 60 jährige Mitgliedschaft im BDZ geehrt.

Herbstkonzert 2017

in der Christuskirche in St. Tönis


Eine Reise ins Märchenland war das Motto dieses Konzerts. Ein magischer Nachmittag mit schöner Musik und spannenden Märchen, die sowohl das Publikum als auch das Orchester verzauberten. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete die Märchenerzählerin Diana Drechsler, mit ihrer lebendigen und einfühlsamen Erzählweise.

Auf dem Programm standen eine Reise nach Italien, der König von Thule, das Märchen vom fliegenden Teppich aus 1001 Nacht, welches vom Jugendorchester gespielt wurde und das Märchen vom Eselein aus den Gebrüdern Grimm. Abgerundet wurde alles von Schlafe mein Prinzchen , schlaf ein von Henze. Das zahlreich erschienen Publikum spendete viel Applaus und wurde zum Schluss mit einem heilsamen Apfel, dessen Duft alle Krankheiten heilt,  beschenkt.

 

Vereinsausflug nach Venlo im August

in das Museum „Van Wasrol tot DVD“ und nach Arcen

In diesem Museum wird die Geschichte von Bild und Ton sicht- und hörbar gemacht. Die Sammlung umfasst zahlreiche seltene und außergewöhnliche Apparate und hat für jeden Interessantes zu bieten. Viele der Museumsstücke wurden während der Führung vorgeführt. Bei einem Besuch im Pfannkuchenhaus ließen wir den Tag ausklingen.

Frühjahrskonzert 2017 – in der ev. Kirche in Vorst


Das Frühjahrskonzert hatte das Motto Tänze und Rhythmen. Andrea Jentges hatte ein umfangreiches Programm vorbereitet. Polka, Walzer und galante Serenaden wurden gespielt.  Als Uraufführung war das Concerto Rhythmico von Pilsl zu hören. Das Jugendensemble trug den Tanzbären von Marlo Strauss vor. Die Mitwirkung kam aus eigenen Reihen mit Barbara Abts, Mandoline und Andrea Jentges, Gitarre.

 

Herbstkonzert 2016 – in der ev. Kirche in St. Tönis
„Diabolo – teuflische Spielereien“

Der erste Auftritt des neuen Jugendensembles

In der voll besetzten Christuskirche in St.Tönis fand das diesjährige Herbstkonzert des Mandolinenorchesters St.Tönis 1920 e.V. statt. In seiner Begrüßung wies der 1. Vorsitzende, Rüdiger Sorgalla, darauf hin, dass dieses Konzert die Handschrift der neuen musikalischen Leiterin des Orchesters, Andrea Jentges, trug. Ihr Motto, „Diabolo – musikalische Teufeleien“, war Programm für gut eineinhalb Stunden Zupfmusik.

Eröffnet wurde das Konzert mit dem Prüfungsstück von Andrea Jentges, „Der Dirigent“, komponiert von Fritz Pilsl. Dieses Werk ist eine Herausforderung für Dirigenten, da es viele Takt- und Tempiwechsel enthält. Es wurde sehr aufmerksam von den Spielern umgesetzt. Getreu dem Motto folgte das temperamentvoll vorgetragene Stück „Les Bibelots du Diable“. Klassisch beendete das Orchester den ersten Teil mit der Sonata VI von Valentin Roeser. Sehr schön darin die einfühlsam vorgetragenen Piano-Passagen.

Herzerfrischend folgte danach der Auftritt des seit 2 Monaten bestehenden Jugendorchesters. Andrea Jentges und Martina Beckmann unterrichten seit Anfang des Jahres ca. 10 Jugendliche an Gitarre und Mandoline, die einen ersten Eindruck ihres Gelernten vermittelten.

Mit dem Konzert „a-moll“ für Cello und Orchester von Antonio Vivaldi folgte ein Höhepunkt des Konzertes. Juri Wostrikow am Cello brillierte mit fantastischen Läufen und einfühlsamem Spiel. Danach folgte „Black Orpheus“, gespielt von dem Duo Juri Wostrikow (Cello) und Julian Sczyrba (Bass). Es gefiel den Zuhörern besonders gut, wie man an dem spontanen großen Applaus hören konnte. Zum Ende des Konzertes erklangen italienische Melodien. „Il Canto dei Cherubini“ von Sartori und „Music for Play“ von Mandonico wurden vom Orchester schwungvoll und mit viel Spielwitz vorgetragen. Mit dem fetzigen Stück „Danza Cubana“ von Dominik Hackner beendete das Mandolinenorchester sein Herbstkonzert. Den lang anhaltenden Applaus der Zuhörer belohnte das Orchester mit der Zugabe „Im Kahlenbergerdörfle“ von Fahrbach jr..

Frühjahrskonzert 2016 – in der ev. Kirche in Vorst

Die Mandolinenklammer ist ein Orchestergeschenk

In diesem Jahr hatte das Konzert eine besondere Geschichte. Der langjährige Dirigent Rolf Labusch verabschiedete sich und übergab den Stab an seine Nachfolgerin Andrea Jentges. Jedes der im Konzert gespielten Stücke war ein wichtiger Moment im musikalischen Werdegang des beliebten musikalischen Leiters.

Den Auftakt machte mit Maciocchis „Les Bibelots Du Diable“ sein erstes Orchesterstück, mit dem er vor 40 Jahren seine Orchesterkarriere begann. Das folgende Concerto von Carlo Arrigoni, in dem der scheidende Dirigent die Solomandoline spielte, zeigte seinen musikalischen Höhepunkt als Spieler, denn dies war das Prüfungswerk in einem wichtigen Lehrgang auf der Mandoline. Die ihm und seiner Ehefrau gewidmete Canzonetta ließ den anwesenden Komponisten Marlo Strauß zufrieden applaudieren.
Bisher hatte die neue Dirigentin den Stab, mit dem nächsten Werk, einem Satz aus Mozarts berühmtem Klarinettenkonzert, wollte er es sich aber nicht nehmen lassen, das Dirigat selber zu übernehmen. Die Freundschaft des Dirigenten mit dem Solisten Albert Galimzanov konnte der Zuhörer im Gesamtklang des Werkes gut hören.
Eine atemberaubende Technik und Musikalität zeigte Natalia Marashova in den nachfolgenden Stücken. Auch sie war als gute Freundin des Dirigenten für diesen Tag wieder nach Vorst gekommen.

Für 10 Jahre Dirigat und 40 Jahre aktive Mitgliedschaft wurde er mit der Goldnadel vom Bund Deutscher Zupfer ausgezeichnet. Geehrt wurde er von seiner Mentorin, der ersten Professorin für Mandolinenmusik Marga Wilden-Hüsgen.

Gründerjahre

Am 5. Mai 1920 wurde im Restaurant der Wwe. Wimmers von 15 Jugendlichen des damaligen St. Töniser Turnvereins „Germania“ der Wanderclub „Gut Freund“ gegründet.

Gründungsmitglieder waren Wilhelm Öllers, Erich Kleinheyer, Karl Slickers, Mathias Wimmers, Mathias Peter, Jakob Köhler, Peter Schmitz, Heinrich Jakobs, Karl Hendrix, Gerhard Merbecks, Heinrich Wievels, Heinrich Weigel, Johann Schrörs, Gerhard Dereik.

Mit Wanderstock und Rucksack ausgerüstet, führte die erste Wanderung zum Siebengebirge. Diese gab den Anstoss zur Anschaffung von Musikinstrumenten. Nach kurzer Zeit eifrigen Probens startete der Club mit klingendem Spiel zur zweiten Tour.

Im Jahre 1924 wurde unter der musikalischen Leitung von Josef Blasius innerhalb des Clubs ein Doppelquartett ins Leben gerufen. Dieses stellte sich die Aufgabe, durch Notenspiel die Mandolinenmusik auf ein höheres Niveau zu heben. Schon 1925 nahm der Club an einem Mandolinenwettstreit in Neuss teil. Gross war die Freude, als die kleine Gemeinschaft mit dem fünften Preis bedacht wurde. Dies war der Ansporn zu weiterer eifriger Probenarbeit, so dass der Club in den nächsten Jahren von Wettstreit zu Wettstreit reiste. Im Jahr 1927 zog der Club einen grossen Mandolinen Wettstreit in St.Tönis auf. Der glanzvolle Verlauf dieses Festes brachte neue Mitglieder und viele Freunde.


1929 trat man dem „Deutschen Mandolinen- und Gitarrenspieler Bund“ bei. Nach dem Tode von Josef Blasius übernahm Edy Willems 1932 die musikalische Leitung. Als 1933 der Deutsche Mandolinen- und Gitarrenspieler Bund aufgelöst wurde, unterstand das Orchester der Reichsmusikkammer (Fachschaft Volksmusik). Diese veranstaltete 1938 in der Krefelder Stadthalle ein Wertungsspiel. Hier erreichte das Orchester die höchste Punktzahl und erhielt eine Urkunde mit dem Prädikat „Mit großem Erfolg“ teilgenommen. Dieser Aufwärtsentwicklung wurde durch den Ausbruch des Krieges jäh ein Ende gesetzt.

Neubeginn

Nach dem Krieg traf man sich bereits im Oktober 1945 im Vereinslokal Reuter mit dem erklärten Ziel, das Mandolinenorchester „Gut Freund“ wieder aufleben zu lassen. Zum ersten Vorsitzenden wurde Heinrich Kamps gewählt. Unter der Leitung von Edy Willems veranstaltete man im Dezember 1947 mit sehr großem Erfolg das erste Konzert in der Lichtburg.

Das Orchester stellte sich von nun an auch wieder allen gemeinnützigen Veranstaltungen zur Verfügung. 1948 wechselte der erste Vorsitz auf Heinrich Knapen, und der Beitritt zum D.M.G.B. wurde beschlossen.

Ab 1949 fanden die Konzerte im Saale Wirichs statt. Ein Höhepunkt war das Festkonzert zum 30jährigen Bestehen am 9. Juli 1950. Protektor des Konzertes waren der Bürgermeister Josef Schultes und der Gemeindedirektor Peter Rixen. Während des Konzertes wurden die Mitbegründer des Vereins Peter Schmitz, Matthias Wimmers,  Mathias Peter, Heinrich Knapen und Heinrich Kamps besonders geehrt.


Danach bildeten die jährlichen Konzerte des Orchesters im Wirichs-Saal einen kulturellen Höhepunkt in der Gemeinde. Nachbarschaftliche Kontakte pflegte man zu den Mandolinenorchestern Dülken und Hüls. Gegenseitige Mitwirkungen bei den Konzerten förderten über das musikalische Verständnis auch die persönlichen Beziehungen der Mitglieder untereinander.

1955 wechselte die Bewirtung des Vereinslokals, neuer Vereinswirt wurde Walter Gathen. Sein 25jähriges Dirigentenjubiläum feierte Edy Willems im August 1956. Bei einem Wettstreit 1957 in Hüls errang man den 1. Preis und zusätzlich den 1. Dirigentenpreis. Zum 1.Vorsitzenden wurde 1961 Peter Schmitz gewählt, Heinrich Knapen zum Ehrenvorsitzenden und Albert Theven zum Ehrenmitglied ernannt.

1965 wechselte man das Vereinslokal, neuer Vereinswirt war Paul Wirichs. 1968 wurde Kurt Kamps zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Hatte man bis 1967 gemeinschaftliche Konzerte mit dem Mandolinenorchester Dülken gegeben erfolgte ab 1968 eine Konzertmitwirkung auf Gegenseitigkeit mit dem Mandolinenorchester Hüls.

Das Festkonzert 1970 zum 50jährigen Bestehen des Vereins war mit Beteiligung des Meisterchores Sanssouci und des Remscheider Kinderchores ein großer Erfolg.

Nach fast 40jähriger Tätigkeit als musikalischer Leiter gab Edy Willems auf dem Frühjahrskonzert 1971 aus Altersgründen das Dirigat an Hubert Draken, ein Mitglied des Mandolinenorchesters Hüls, ab. Aus diesem besonderen Anlaß wurde unter der Regie des damaligen 1. Vorsitzenden Kurt Kamps ein Bühnenbild erstellt, und das Orchester präsentierte sich in Kostümen, die der Musikrichtung entsprachen. Besondere Probleme bereitete die Baupolizei K. Kamps, als sie kurz vor dem Konzert 1972 den Wirichs-Saal aus Sicherheitsgründen sperren ließ.

Im Rahmen des Konzertes 1975 wurde Edy Willems zum Ehrendirigenten ernannt.

Die bisherige Kontinuität bei den Dirigenten konnte leider nicht fortgesetzt werden. Schon 1976 wechselte der Dirigentenstab von H. Draken auf den Musikdirektor Heinz Tüffers, der jedoch leider schon 1977 verstarb. 1977 übernahm Heinz Lenzen als 1.Vorsitzender die Geschicke des Vereins. Er hatte kein leichtes Amt, denn mit dem Dirigenten Frank Schulz ab 1978 begann eine Krise im Verein. F. Schulz legte die schwierigsten Musikstücke auf, die nicht die Zustimmung der Orchestermitglieder fanden. Mangelnder Probenbesuch und Austritte waren die Folge.

Mit dem Dirigenten Jakob Mühlenhaus, der 1981 die musikalische Leitung übernahm, konnte die Krise bewältigt werden. Doch es bedurfte noch großer Anstrengungen und Krisensitzungen, bis endlich 1984 die Spielfreude wieder hergestellt war. Dies war nicht zuletzt auch der Verdienst von J. Mühlenhaus, der durch sein Engagement und seine Musikalität die Mitglieder wieder  für die Proben- und Orchesterarbeit  motivieren konnte.

1980 beschloß man, den Vereinsnamen in „Mandolinenorchester St. Tönis 1920“ zu ändern. Mathias Wimmers, ein Gründungsmitglied, wurde 1985 zum Ehrenmitglied ernannt.

Den 1. Vorsitzenden stellte bis 1986 die Familie Lenzen. Zunächst übernahm 1981 Hans-Gerd das Amt, um es 1983 wieder an den Vater Heinz zurückzugeben. Im Anschluss daran wurde 1986 Horst Böcker zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er widmete sich besonders der Jugendarbeit und 1989 konnte ein Jugend-Zupforchester gegründet werden.

In einer Feierstunde wurden 1987 Hans Severens, Franz Gruniger und Franz Drießen zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die Sparkasse Tönisvorst überreichte an diesem Abend zwei Mandolinen, eine Mandola und eine Gitarre. Die Instrumente wurden für die Jugendarbeit benötigt.

Von 1989 bis 1992 übernahm Klaus Storm den Taktstock. Mit dem Mandolinenorchester Dülken wurden wieder gemeinsame Konzerte durchgeführt.

Unter der Leitung von Maria Moors konnte wieder ein Jugendorchester gebildet werden, das eigene Konzerte aufführt. Durch den mangelnden Probenbesuch, der schon in den 70er Jahren für manche Mißstimmungen sorgte, konnte in 1992 kein eigenes Konzert durchgeführt werden. Im Wechsel mit dem Akkordeonorchester St.Tönis übernimmt das Mandolinenorchester die musikalische Gestaltung der Mundartabende des Heimatbundes St.Tönis.

Rüdiger Sorgalla wird 1993 zum neuen Vorsitzenden gewählt und Jakob Mühlenhaus übernimmt wieder die musikalische Leitung. Im Dezember 1993 nahm das Mandolinenorchester an der Gründungsversammlung des Stadtkulturbundes Tönisvorst teil und ist seitdem aktives Mitglied im Stadtkulturbund.

Nach Behebung einiger behördlicher Probleme wurde der Verein im Januar 1994 in das Vereinsregister eingetragen und heißt seitdem „Mandolinenorchester St. Tönis 1920 e.V.“

Durch die Umgestaltung des kleinen „Sälchens“ im Hause Wirichs, der Proberaum des Vereins seit 1965, war ein Wechsel erforderlich. Fündig wurde man im Mertenshof, der seit Mitte 1994 das Vereinslokal ist. Mit dem Zupforchester Krefeld, dessen musikalischer Leiter auch Jakob Mühlenhaus ist, erfolgt eine stärkere Zusammenarbeit bei Konzerten.

75jähriges Jubiläum

Das Jubiläumsjahr 1995 begann im Januar mit einem Konzert im Rathaussaal. Gestaltet wurde es aus den eigenen Reihen. Besonders zu erwähnen sind die Jugendlichen, die erfolgreich an dem Wettbewerb “Jugend musiziert” teilgenommen hatten.

Es folgte im März ein Chor- und Mandolinenkonzert unter dem Motto “Tönisvorst zusammen gewachsen” mit den Männerchören aus Tönisvorst und einem Tenor im Forum Corneliusfeld. Veranstalter war der Stadtkulturbund Tönisvorst.

Die Festlichkeiten zum 75 jährigen Bestehen des Mandolinenorchesters begannen im Mai mit einer Messe in der kath. Kirche St.Tönis. Die Messe wurde durch das Orchester, den Kirchenchor St. Cornelius St.Tönis und einer Bläsergruppe mit der Aufführung der Pastoralmesse C-DUR gestaltet.

Anschließend erfolgte eine Festmatinee im Mertenshof mit Empfang. Die Matinee gestaltete das Stamm- und Jugendorchester. Beim Empfang ist neben den obligatorischen Glückwünschen und willkommenen Spenden besonders die Arbeit der Frauen unserer Vereinsangehörigen zu erwähnen. Denn sie bereiteten ein Buffet vom Feinsten, da konnte sich so mancher Profi eine Scheibe von abschneiden. Der Rundfunksender „Welle Niederrhein“ hatte für uns eine Stunde eingerichtet, in der wir über das Orchester und die Musik via Äther plaudern konnten.

Der nächste Höhepunkt war dann das Herbstkonzert im Oktober. Neben dem Landesorchester “fidium concentus” unter der Leitung von Prof. Dieter Kreidler, in dem die Creme der Zupfmusiker des Landes spielt, trat auch das Barockensemble des Landesorchester NRW auf. Das Ensemble wurde von der damals einzigen Professorin für Mandoline auf der Welt, Prof. Marga Wilden-Hüsgen, geleitet. Zusätzlich war eine Bläsergruppe der Musikschule Krefeld verpflichtet worden. Das letzte Stück, die Ouvertüre        A-Dur von Konrad Wölki, wurde von allen Beteiligten dargeboten. Die Bühne des Forums war fast zu klein für alle Musiker, der Klangkörper entsprechend groß. Das war Musik vom Feinsten. Eigens für diese Aufführung war die Witwe des Komponisten aus Berlin angereist.

Zu den Konzerten in 1996 konnten wieder hervorragende Interpreten bzw. Gruppen verpflichtet werden.Im Neujahrskonzert am 21. Januar präsentierten wir das international tätige “Duetto Giocondo”. Dahinter verbergen sich die Mandolinenspielerin Caterina Lichtenberg (heutige Professorin an der Musikhochschule Köln, Abt. Wuppertal) und der Gitarrenspieler Mirko Schrader (heutiger Dirigent des LZO). Einstimmiges Urteil: Brilliant!

Im Herbstkonzert war der Knappenchor Rheinland und das Duo Karabejniki zu Gast. Während der Knappenchor durch sein diszipliniertes Singen mit gewaltigem Stimmmaterial gefiel konnte das Duo Karabejniki durch sein virtuoses Spiel die Zuhörer begeistern. Das Gegenkonzert des Knappenchores in Moers, bei dem wir das Zupforchester Krefeld verstärkten, wurde von ca. 1300 Zuhörern besucht – ein Traum für unsere Verhältnisse.

Das Jugend-Zupforchester führte im April 1996 ein erfolgreiches Kammer-Konzert auf, in dem die Jugendlichen im Orchester und solistisch ihre Spieltechniken vorführen konnten.

Neben den Mitwirkungen in verschiedenen Kirchen sind 1997 besonders die Konzerte im Januar und September und die Teilnahme am Landesmusikfest in Düsseldorf zu erwähnen. Das Konzert im Januar wurde neben unseren Preisträgern aus “Jugend musiziert” von der Sopranistin Gerti Meyer-Neumann mitgestaltet. Im Herbstkonzert konnten wir wiederum ein junges, hoffnungsvolles, aufstrebendes Saxophonquartett “Sax Pur” präsentieren.

1998 spielten wir bei der Sportlerehrung, beim Konzert des Männergesangvereins Vorst und in verschiedenen Kirchen mit. Im Frühjahrskonzert konnten wir die St.Töniserin Ruth Storm, Flöte, präsentieren. Außerdem wurden wir durch den Einheimischen Alexander Ziemes am Schlagwerk verstärkt.

Im Herbstkonzert hatten wir die holländische “Kwartetvereniging Animo” zu Gast. Mit ihren ausgewählten Stimmen in allen Lagen doppelt besetzt, zogen sie die Zuhörer und uns in ihren Bann und wußten zu begeistern.

Der Abschluß des Jahres erfolgte am zweiten Weihnachtstag. Mit dem Kirchenchor wurde die Pastoralmesse in C in der kath. Kirche St.Tönis zum Fest der hl. Messe aufgeführt.

1999 war ein spannendes und anstrengendes Jahr. Zunächst begannen wir wieder mit unserem Frühjahrskonzert unter Beteiligung von Akkordeon und Klarinette. Die Akkordeonspielerin Tina Lemmen und der Klarinettist Henner Frebel waren Schüler des in St.Tönis bekannten Guido Wagner (Leiter des Akkordeonorchesters) und Preisträger des Wettbewerbs “Jugend musiziert”. Da ein zweiter vorgesehener Akkordeonspieler ausgefallen war sprang der Meister Guido Wagner zu unserem Vergnügen dafür ein. Die musikalische Qualität und Virtuosität braucht man nicht weiter zu kommentieren.

Es folgten dann Mitwirkungen beim Krefelder Cocktail, Frühschoppenkonzert im Mertenshof (Konzert der im Mertenshof probenden musiktreibenden Vereine) und ein dreitägiger Ausflug Anfang Mai in die Pfalz.

Aus Anlaß des 700 jährigen Bestehens der Gemeinde Waldrohrbach gestalteten wir die Messe mit und führten ein eigenes Konzert auf. Das Jugend-Zupforchester hielt ein eigenes Konzert erfolgreich in der ev. Kirche im Juni ab. Dann begann für uns ein heißer Herbst. Anfang Dezember Mitgestaltung der Jubiläumsfeierlichkeiten des Schachklubs Springer, Mitte September das Konzert des Stadtkulturbundes unter dem Motto “Sommerausklang”, Ende September Mitwirkung beim Konzert des Frauenchores Oedt, Mitgestaltung einer Messe und der Diamantenen Hochzeit unseres Ehrenmitglieds Franz Drießen, dann unser Herbstkonzert im November, erstmalig im Mertenshof, Gast war der Zitherspieler Hans Krasser, Ende November Mitwirkung beim Konzert des Männerchores Kevelaer, Anfang Dezember “Mönke voll Platt” und Mitgestaltung einer Messe.

Jubiläumsjahr 2000: Konzert zum 80-jährigen Bestehen am 26. März 2000. Als Gast trat der Japanische Frauenchor aus Düsseldorf auf. Gemeinsam mit Orchesterbegleitung sangen sie sowohl in japanischer als auch in deutscher Sprache „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss. Anschließend gab es einen Sektempfang. Das Herbstkonzert am 24. September 2000 stand im Zeichen des Tanzes. Das Ehepaar Dorenbek tanzte zur Musik des Orchesters. Geehrt wurde Walter Wimmers für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit.

Zum ersten Mal spielten wir am 25. März 2001 in der evangelischen Kirche in Vorst. Mitwirkende waren Daniela Gubbels, die 13-jährige Tochter einer Gitarristin aus unserem Orchester und Andreas Hilner, ein Solo-Klarinettist, der das Konzert in A-Dur von Mozart spielte. Klezmer-Musik stand im Mittelpunkt beim Herbstkonzert am 23.September 2001 im Mertenshof. Die Gruppe Klezmer TOV präsentierte sich mit Yiddischer Klezmermusik. Erika Tilmes wurde für 25-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt.

Am 10. März 2002 waren Gertrud und Michael Tröster als Duo Capriccioso zu Gast beim Konzert des Orchesters in Vorst. Es bildete den musikalischen Rahmen für die Ehrung des Dirigenten Jakob Mühlenhaus.Für 50 Jahre Verdienste um die Zupfmusik erhielt er die Verdienstmedaille des BDZ (Bund Deutscher Zupfmusiker) in Bronze.

Im Mai 2002 fand ein Konzertbesuch in Münster statt, und zwar auf Einladung des ehemaligen Mitgliedes Monika Prillwitz (Gitarristin). Konzertiert wurde während der Abendmesse im Münsteraner Dom. Gemeinsam mit den Schwestern erklang die Deutsche Messe D-Dur„Herr Deine Güte“ von Meinold / Enk. Das Herbstkonzert 2002 mit Evgueni Livchitz am Xylophon erklang am 29.September 2002. Ferner wirkten mit: David Spiegel, Klavier und Walter Hermes, Bass.

Am 11. Mai 2003 fand das Frühjahrskonzert in der evangelischen Kirche in Vorst statt. Als Gastsolist trat Selcuk Akyol, Oboe, auf. Auf Einladung des Männergesangvereins Liederkranz 1928, Waldrohrbach reiste das Orchester am 18. Mai 2003 in die Pfalz. Highlight der Konzertreise war der Auftritt im Festzelt zum 75-jährigen Bestehen des gastgebenden Vereins. Gemeinsam mit dem Chor wurde der „Chianti Wein“ aufgeführt. Am Sonntag wurde ein katholischer Gottesdienst im Zelt musikalisch mitgestaltet und abschliessend gab das Orchester ein Konzert im Park. Das Herbstkonzert fand am 21. September 2003 mit dem Mundharmonika-Trio „Blizza Harmonica Gang“ im Mertenshof statt.

Das Zupforchester Krefeld war bei uns zu Gast beim Frühjahrskonzert am 21. März 2004. Auf der Panflöte im Duo mit der Harfenistin Johanna Seitz spielte ausserdem meisterhaft Mathias Schlubeck. Ein Gegenbesuch des Männergesangvereins Liederkranz, Waldrohrbach erfolgte am 18. Juli 2004 mit einem Frühschoppenkonzert im Mertenshof.

Das Herbstkonzert 2004 wurde nicht durchgeführt, um mehr Zeit zu haben für das Gala-Konzert zum 85-jährigen Bestehen im Folgejahr. Dieses Konzert fand dann statt am 6. März 2005 im Forum Corneliusfeld. Stargast war der Sänger Björn Casapietra, bekannt aus Funk und Fernsehen. Verstärkt wurden wir durch das Zupforchester Krefeld.

Intern war dieses Konzert der Abschied von Jakob Mühlenhaus als musikalischer Leiter, offiziell wollte er es aber nicht publizieren. In einer kleinen internen Feierstunde am 9.3.2005 erfolgte im Mertenshof die offizielle Stabübergabe an Tom Löcher. Gäste waren das Zupforchester Krefeld und Liudmila und Oleg Zybailo und Mitglieder des Orchesters. Walter Wimmers und Heinz Lenzen wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt, sowie Jakob Mühlenhaus fortan zum Ehrendirigenten.

Mit dem Partnerstadtkomitee Sèes fuhren wir im Mai nach Sèes in Frankreich. Wir gaben ein Konzert in der Kirche, spielten auf dem geselligen Abend und hinterließen einen positven, bleibenden Eindruck.

Im Frühjahrskonzert am 26. März 2006 hatte zum ersten Mal Tom Löcher die musikalische Leitung. In Erinnerung bleibt der Sänger Ralf von der Linden mit dem Lied „Verdamp lang her“ von BAP. Leider konnte Tom Löcher krankheitsbedingt seine eigenen Ansprüche nicht erfüllen und übergab die musikalische Leitung an Rolf Labusch. Das erste Konzert unter der Leitung von Rolf Labusch erfolgte im Frühjahr 2007 in der ev. Kirche in Vorst. Als Gäste waren die Nachwuchssängerin Meike Wanjek, Daniela Gubbels – Flöte und Tom Löcher als Solo-Gitarrist geladen. Im November folgte fast das gleiche Konzert in der Abtei Mariendonk. Anstatt der Flötistin wirkte Jurij Wostrikow am Violoncello mit. Mit geringen Änderungen wiederholte man dieses Konzert Ende November zum ersten Mal in der ev. Kirche in St.Tönis. Auf der Mundartveranstaltung des Heimatbundes St.Tönis „En Mönke voll Platt“ glänzte der Bassist Klaus Peter Lux durch seinen Gesang.

Eine Woche vor unserem Konzert am 11. März 2008 verstarb unser Ehrendirigent Edy Willems im Alter von 96 Jahren. Im Konzert am 16. März wurde ihm zu Ehren das Präludium gespielt und in einem Nachruf seine Verdienste um das Mandolinenorchester gewürdigt. Als Mandolinen-Solistin konnte man Anne Wolf„genießen“. Aber auch das Orchester bot feinfühliges Spielen mit einer reifen Spielkultur. Die Zuhörer bedankten sich mit großem Applaus.

Im September nahm das Orchester am Landesmusikfest in Emsdetten teil. Als besonderen Leckerbissen hatte man Tom Löcher und Ralf von der Linden mitgenommen und bot dem Publikum mit dem Lied „Verdamp lang her“ von BAP eine für die Zupfergilde unkonventionelle Darbietung.

Eine kleinere Gruppe spielte im September zur Eröffnung der Ausstellung desKunstkreises 80 so hervorragend, dass einige der Ausstellungsbesucher nachmittags in die ev. Kirche in St.Tönis zu unserem Konzert kamen. Nach den Konzerten in Mariendonk, der Mitwirkung auf der Weihnachtsfeier von Preußen Krefeld, und in der Anna Kirche konnte man auf der Weihnachtsfeier imDezember auf ein erfolgreiches Jahr mit sehr guter Musik zurückblicken. Auf der Jahreshauptversammlung im Januar2009 wurde Kurt Kamps zum Ehrenmitglied ernannt. Heinz Lenzen erhielt vom Bund Deutscher Zupfmusiker den Ehrenbrief für 50jährige Mitgliedschaft.

Das Konzert in der ev. Kirche in Vorst war ein toller Erfolg. Zum ersten Mal mussten zusätzlich Stühle aufgestellt werden. Neben den sehr guten Solisten Vitina Adamo, Marijke und Michiel Wiesenekker und Meike Wanjek wussten auch die Nachwuchsdirigenten das Publikum zu überzeugen. Langanhaltender Applaus war das Ergebnis.

Im Mai machte das Orchester eine 10 tägige Konzertreise nach Spanien. Unter südlicher Sonne wurde herzerfrischend geprobt, schöne Konzerte gegeben und der Zusammenhalt gestärkt. Ein einmaliges Erlebnis.

Im Juni bot das Orchester am Tag des Kindes den Kindern eine selbstgeschriebene und bebilderte Geschichte von einem Vereinsmitglied, umrahmt von Zupfmusik.

Für das Herbstkonzert in der ev. Kirche St.Tönis hatte man mit Natalia Marashova und Albert Galimzanov wieder phänomenale Solisten gewinnen können. Nach langer Zeit spielte wieder eine Jugendgruppe im Konzert, alle Schüler eines Vereinsmitgliedes. Das Publikum war über die harmonische und gekonnte Art der Musik begeistert.

Das Jubiläumsjahr 2010 zum 90jährigen Bestehen des Orchesters begann mit einem Super Konzert in der ev. Kirche Vorst. Das Orchester bot facettenreiche Zupfmusik und die mitwirkenden Künstler Marijke und Michiel Wiesenekker, sowie Maxim Lysov begeisterten das Publikum. Fast alle Klangfarben der Zupfmusik, von Barock- bis zu elektrisch verstärkten Instrumenten wurden geboten.

Ehrungen

Ehrenmitglieder

Albert Theven, Mathias Wimmers, Hans Severens, Franz Gruniger, Franz Drießen, Walter Wimmers, Heinz Lenzen, Kurt Kamps

Ehrenvorsitzender

Heinrich Knapen

Ehrendirigenten

Edy Willems, Jakob Mühlenhaus

 

2010

Helga Vossen-Böcker, Martina Beckmann, Dr. Günter Daniel, Hanni Röttsches, Lucija Paßler, Julia Caelers, Barbara Abts, Walter Wimmers, Ilse Ruban, Rüdiger Sorgalla, Anja Kox, Rolf Labusch, Klaus-Peter Lux

90 Jahre Leidenschaft für die Musik

Ein turbulentes Jahr liegt hinter dem Mandolinenorchester St. Tönis 1920 e.V. Viele Aktionen machten auf das 90-jährige Jubiläum des Orchesters aufmerksam.

Das Jubiläumsjahr begann mit dem Frühjahrskonzert in der evangelischen Kirche in Vorst. Neben dem furiosen Gastauftritt von Michiel und Marijke Wiesenekker war die Uraufführung der „Suite Bergerac“ von Marlo Strauß der Höhepunkt des Konzerts. Dieses Stück war speziell für das Jubiläum bei Marlo Strauß in Auftrag gegeben worden.

JubiläumsausstellungDanach fand eine mehrwöchige Ausstellung im Heimathaus des Heimatbundes St. Tönis statt. Viele Besucher kamen, um einen Blick auf 90 Jahre Vereinsgeschichte zu werfen. Das Mandolinenorchester hieß ursprünglich „Gut Freund“ und wurde als Wanderclub gegründet. Die Mitglieder wollten das Wandern mit Musik begleiten und dafür ein Instrument lernen. Die Mandoline wählten die Wanderfreunde, weil sie sich leicht tragen ließ. Dazu kam später der Wunsch, das Gelernte auch dem Publikum in Konzerten vorzustellen.

In der Ausstellung wurde die Vereinsgeschichte außer durch das Zeigen alter Zupfinstrumente und Noten auch mit einer großen Fotoausstellung illustriert. Bilder aus den Gründerjahren, von Konzerten, Ausflügen und weiteren Aktivitäten bewiesen das rege Vereinsleben.

Während der Ausstellung fanden die Orchesterproben als offene Proben im Heimathaus statt. In dieser besonderen Umgebung gewannen die Proben dadurch, dass interessierte Gäste die Gelegenheit zum Probenbesuch wahrnahmen. In je einer Matinee wurden die Mandoline und die Gitarre jeweils in vorgestellt. Der Verein beteiligte sich auch am Tag des Kindes mit „Zupfmusik zum Anfassen“ und begeisterte potentielle zukünftige Musiker.

Der Höhepunkt des Jahres war das Jubiläumskonzert im September in St. Tönis. Fast drei Stunden begeisterte das Mandolinenorchester St. Tönis, unterstützt vom Mandolinenorchester Krefeld Hüls 1922, das Publikum. Gastmusiker waren unter anderem Frau Prof. Marga Wilden-Hüsgen mit einem Barockensemble. Marlo Strauß dirigierte seine „Suite Bergerac“. Albert Galimzanov begleitete das Orchester mit seinen einfühlsamen Klarinettenspiel zu Mozarts Konzert A-Dur und Natalja Marashova spielte ein sehr romantisches Präludium von Rafaele Calace. Bei dem letzten Stück, der Ouvertüre in h-Moll von Konrad Wölki, spielten auch ein Bläserensemble und alle Gastmusiker mit; das Publikum bedankte sich mit tosendem Applaus.

Aus Anlass des Jubiläums wurde das Orchestermitglied Walter Wimmers besonders geehrt. Stellvertretend für den BDZ-Landesverband NRW überreichte Frau Prof. Marga Wilden-Hüsgen ihm eine Urkunde für seine 60-jährige Mitgliedschaft im Mandolinenorchester St. Tönis. Er bedankte sich mit den Worten: „Musik ist nicht irgendein Hobby. Musik ist Leidenschaft.“

2011

Rheinische Post vom 18.01.2011

Sorgalla bleibt Orchester-Chef

Tönisvorst (RP)„Wir haben tolle und gute besuchte Konzerte durchgeführt und durch die tatkräftige Unterstützung des Heimatbundes eine schöne Ausstellung anlässlich unserer 90-jährigen Bestehens im vergangenen Jahr präsentiert“, mit diesen Worten blickte Vorsitzender Rüdiger Sorgalla zufrieden auf die Ereignisse des Mandolinenorchester St. Tönis im Jahr 2010 zurück.

Rüdiger Sorgalla ist seit 18 Jahren Vorsitzender der Mandolinen-, Mandola-, Gitarren- und Kontrabassspieler. Und er bleibt der Chef: Bei der Vollversammlung wurde er ebenso wiedergewählt wie Hanni Röttsches (Kassiererin) und Klaus-Peter Lux (Noten- und Pressewart).

Das Orchester hat mit Martina Beckmann eine neue zweite Vorsitzende, sie löste Dr. Günter Daniel ab. Auch in diesem Jahr ist das Mandolinenorchester in den evangelischen Kirchen in St. Tönis und Vorst zu hören. Die Konzerte finden am 27. März in Vorst und am 18. September in St. Tönis statt, jeweils ab 17 Uhr.

Konzert 27.03.2011Das Frühjahrskonzert in der ev. Kirche in Vorst wurde diesmal von dem Trio Jachtmann unterstützt. Besonders begeistert hat dabei die erst 14 jährige Stefanie Jachtmann mit ihrer Querflöte. Als weitere Mitwirkende dirigierte Doro Davis zwei Tänze von Ottorino Respighi. Dies war eine Uraufführung für Zupforchester.

 

Mandolinenorchester unterwegs  (von Klaus-Peter Lux)

Am Sonntag vor Pfingsten unternahm das Mandolinenorchester St. Tönis seinen diesjährigen Frühjahrsausflug. Das Vereinsmitglied Martina Beckmann hatte eine Vortour unternommen und aus den Erkenntnissen einen interessanten Sonntag gestaltet.

Besuch im Deutschen Bergbaumuseum

Es ging kurz nach 9.00 Uhr los vom Bahnhof  Forstwald. Die Fahrt endete in Bochum, wo zwischen den einzelnen Ereignissen immer nur eine oder zwei U-Bahn-Stationen weit zu fahren war. Der erste Programmpunkt war der Besuch des Bergbaumuseums, das in mehr als einem Kilometer einen nachgebauten Stollen mit Demonstrationen moderner Bergbautechnik, aber auch mit der Darstellung des harten früheren Bergmannsberufs zeigte. Rüdiger Sorgalla, der Vorsitzende des Mandolinenorchesters, wusste aus seiner beruflichen Erfahrung manches Interessante zu erklären, da am Wochenende leider keine geführten Rundgänge stattfinden.

Bochum Untertage

Zurück im Tageslicht hatten die Reisenden noch Gelegenheit, im Museum echte Werkzeuge und Maschinen sowie Modelle verschiedener Bergwerke anzuschauen. Das Mittagessen war im Restaurant des Bergbaumuseums vorbestellt.

Nach dem Mittagessen und ein paar Verdauungsschritten durch Teile des Museums, für die vorher die Zeit nicht gereicht hatte, rückten die Mitglieder eine U-Bahn-Station weiter zum Planetarium. Dort wurden sie in bequemen Sesseln innerhalb einer Stunde an den Rand unserer Milchstraße und wieder zurück befördert. Das Planetarium bietet übrigens stündlich wechselnde Vorführungen, Interessierte sollten sich dort über das Programm erkundigen.

Trotz aller Geheimniskrämerei der Bahn, welcher Zug denn nun in „Forstwald Hauptbahnhof“ hält, gelang es doch, dort auszusteigen. Froh darüber, nach der Dunkelheit im Stollen und der sternklaren Nacht im Planetarium noch einen Rest Tageslicht abzubekommen, beendeten die Mitglieder einen interessanten Ausflug.

Spätsommer-Konzert im September 2011 in der ev. Kirche in St. Tönis

mit Anne Wolf als Solistin

Anne Wolf und Rolf Labusch

Anne Wolf und Rolf Labusch

Anne Wolf ist eine viel gefragte Mandolinensolistin. Sie konzertiert als Solistin mit verschiedenen Zupf- und Streichorchestern und überzeugt mit Solowerken.

In unserem Konzert spielte sie den Solopart im „Karneval von Venedig“. Außerdem begeisterte sie in einem Duett mit unserem Dirigenten Rolf Labusch und einigen Solostücken, u.a. aus ihrer ersten Solo-CD  „A Gleam in Winter“.

 

 

Das Jahr 2012 begann mit der Einlösung unseres Weihnachtsgeschenks: ein Besuch des Neujahrskonzerts, ausgerichtet vom Stadtkulturbund. Das Orchester des Sorbischen National-Ensembles Bautzen begeisterte uns  mit Ballett und Solisten und präsentierte Melodien von Strauß bis Brahms.

Mit einer Intensivprobe bereiteten wir uns auf das Frühjahrskonzert in der evangelischen Kirche in Vorst vor. Diesmal mit dem Motto „Mandoline trifft Marimbaphon“. Als Mitwirkung haben wir von der Kreismusikschule Viersen Philipp Brendt mit seinem Marimbaphon gewinnen können. Philipp ist mehrfacher Preisträger des Nachwuchswettbewerbs „Jugend musiziert“, nach dem Abitur möchte er gerne Musik studieren.

Weiterhin trat zu ersten Mal unser neues Barock-Duo Anja Kox (Barockmandoline) und Dr. Günter Daniel (Barockgitarre) auf. Ebenfalls zum ersten Mal als Duett dabei Rolf Labusch (Mandoline) und Martina Beckmann (Gitarre).

Im April und Mai haben wir fleißig für die Mitwirkung beim Jubiläumskonzert des Mandolinenorchesters Hüls 1922 e.V. geübt, das am 26. Mai im Goldenen Hirschen in Hüls stattfand. Auch das Zupforchester Krefeld und das AMTG Amsterdam Mandolin Orchestra haben das Jubiläum unterstützt.

 

Herbstkonzert „Saitenklänge“ am 09.September 2012 in der ev. Kirche in St. Tönis

Begeisternde Saitenklänge

Bei strahlend schönem Spätherbstwetter konzertierte das Mandolinenorchester in der ev. Christuskirche in St. Tönis. Erfreulich viele Konzertbesucher konnte der 1. Vorsitzende Rüdiger Sorgalla begrüßen.

Mit der Suite appassionata von Konrad Wölki hat das Orchester unter seinem musikalischen Leiter Rolf Labusch die Zuhörer auf die Zupfmusik eingestimmt. Es folgte Anitra´s Tanz von Edvard Grieg.

Das Duo Anja Kox und Dr. Günter Daniel ließ das Publikum bei der schönen Suite G-Dur von Francesco Piccone eine ungewöhnliche Klangfarbe erleben. Die Mandoline sowie auch die Gitarre sind Originalnachbildungen der Barockinstrumente und bedürfen einer besonderen Anschlagstechnik. Die Mandoline wird mit einem Federkiel angeschlagen und hat dadurch einen besonders weichen Ton.

Die sechs Gitarristen mit dem Bassisten des Orchesters ließen das Publikum wiederum einen eindrucksvollen neuen Klang mit Stücken von Maria Linnemann und Bruno Szordikowski erleben und genießen.

Bei den zwei konzertanten Sätzen von Willi Althoff und Créole Jolie von Comtesse Olga Delys spielte Carsten Kalkmann das Akkordeon und betonte mit seinem Instrument gekonnt die Eigenart der beiden Stücke. Erstaunlich, wie gut diese doch so unterschiedlichen Instrumente miteinander harmonieren.

Mandolinenmusik mit viel Tremolo und romantischen Passagen bot die Armonie alpine von Giacomo Sartori.

Schwungvoll geleitet von der Konzertmeisterin Barbara Abts, ging das Konzert mit den Plucking Strings von Julius Steffaro zu Ende. Die begeisterten Konzertbesucher forderten eine Zugabe, die sie natürlich auch mit der Sérénade Espagnol bekamen.

Mit Standing Ovations wurde das vielseitige Konzert von den Zuhörern belohnt.

 

Mandolinenorchester St.Tönis 1920 e.V. besucht Bega

Wo ist Bega? Dorthin ist der musikalische Leiter und Dirigent des Mandolinenorchesters, Rolf Labusch gezogen. Und warum? Ganz einfach: Die Liebe war im Spiel. Bega ist eine 1600-Seelengemeinde bei Lemgo, 250 Km von Tönisvorst entfernt.

Die Liebe zur Zupfmusik liegt ihm zum Glück auch sehr am Herzen. So pendelt Rolf Labusch regelmäßig aus dem Lipperland nach St. Tönis, um das Orchester bei den Proben zu leiten. Am 29.-30. September haben wir, die Orchestermitglieder, ihn dort besucht und die Umgebung kennengelernt.

Unweit von Bega steht das Hermannsdenkmal. Hier wurden unsere Geschichtskenntnisse beim Anblick der monumentalen Statue wieder aufgefrischt. Einen Besuch wert waren auch die Externsteine. Sie sind eine genauso „felsenfeste“ Erscheinung wie die Hermannsfigur.

Mit einem gemütlichen Abendessen beim zukünftigen Ehepaar Tina und Rolf, von viel Musik umrahmt, ging der erste Tag zu Ende.

Am nächsten Tag besuchten wir Schloss und Gut Wendlinghausen. Bei strahlendem Sonnenschein fand hier das „Country-Schlossfest“ statt. Mit einem geführten Rundgang durch das 400 Jahre alte Schloss wurde auch hier für uns Geschichte lebendig.

Von der Homepage der ev. Kirche in Barntrup

Höhepunkt der Vereinstour war unser Konzert in der evangelischen Kirche in Barntrup. Hier haben wir unsere klassische und populäre Zupfmusik, sehr zur Freude der zahlreichen Zuhörer, zum Gehör gebracht. Wehmütig, aber mit einem „Auf Wiedersehen“, verabschiedeten sich die Orchestermitglieder am Sonntagabend von der gastfreundlichen Familie unseres Dirigenten Rolf. Jetzt wissen wir wo Bega ist und haben dort unsere musikalischen Fußspuren hinterlassen.

 

KP´s neue Gitarrenband

KP´s neue Gitarrenband spielt „Fun for 3“ von Kreidler

Wie jedes Jahr auch diesmal wieder die Weihnachtsfeier mit musikalischen Vorträgen und Gedichten. Der „eilige“ Nikolaus (Heiner Rütten) führte durchs Programm und verteilte Geschenke. Jeder aktive Spieler bekam eine Karte für das Neujahrskonzert des Stadtkulturbundes. Krönender Abschluss war das Büfett im Stil der 70er Jahre.

 

 

Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 2013 wurde der alte Vorstand komplett wieder gewählt, Rüdiger Sorgalla ist weiterhin 1. Vorsitzender, Martina Beckmann 2. Vorsitzende, Hanni Röttsches Kassiererin und Klaus-Peter Lux Archivar. Außerdem gibt es zwei neue Mitglieder, die das Orchester nach ihrer Ausbildung an der Mandoline verstärken können.

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Canzonetta zur Hochzeit von Bettina und Rolf von Marlo Strauß

Am 16. März 2013 hat unser musikalischer Leiter Rolf Labusch geheiratet. Trotzdem hat er das Frühjahrskonzert am 24. März dirigiert. Das Orchester hat ihm und seiner Frau Bettina Labusch ein Orchesterwerk zur Hochzeit komponieren lassen.

Diese Canzonetta von Marlo Strauß war das Eröffnungsstück. Weiterhin kamen u.a. „Der englische Garten“ von Eileen Pakenham zu Gehör, „Rumba“ und „Fun for 3“ von Kreidler, „Jazz Pizzicato“ und als Höhepunkt „Chiisana Kioku III“ (Kleine Erinnerung III) von Kunisaku Sakai mit der Solo-Querflötistin Stefanie Jachtmann.

 

 

Bei einem Benefizkonzert in der Corneliuskirche St. Tönis im April 2013 spielten wir 630 Euro für den Kirchenbauverein St. Cornelius ein.

Vereinsausflug nach Düsseldorf

Unser Vereinsausflug im Juli führte uns in diesem Jahr nach Düsseldorf. In einer zweistündigen Führung mit dem Titel „We love music“ unterhielt  uns unser Führer James Martin mit kleine Anekdoten u.a. über Robert und Clara Schumann und Johannes Brahms, die in Düsseldorf gelebt haben. Er zeigte uns Ecken von Düsseldorf, die wir noch nicht kannten. Als  gelernter Opernsänger wusste er auch mit musikalischen Beiträgen zu begeistern. Nach einem Mittagessen im Brauhaus „Zum Schlüssel“ und einer Hafenrundfahrt haben wir noch den Landtag besichtigt, der gerade zum Tag der offenen Tür einlud.

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Vorfreude auf´s Herbstkonzert

Beim Herbstkonzert in der ev. Kirche in St. Tönis im September hatten wir wieder Stefanie Jachtmann als Mitwirkung, die uns bei den Werken „Kleine Erinnerung“ und „Variationen über Greensleeves“ mit ihrer Querflöte verzauberte.

Besonderen Verdienst am Erfolg des Konzerts gebührt Barbara Abts, die sowohl die Solomandoline im „Konzert in C-Dur“ von Vivaldi als auch die Solomandola in „Romanze und Rondo“ von Helten übernahm und außerdem mit Erika Tilmes ein Duett von Gervasio spielte.  Das Publikum bezeichnete das Programm als abwechslungsreich und sparte nicht mit Applaus.

 

Anja Kox und Erna Salms 2_012014 begann traurig. Zwei Vereinsmitglieder sind verstorben.

Anja Kox war eine wichtige und sehr versierte Mitspielerin mit den Instrumenten Mandoline, Mandola, Barockmandoline und Gitarre.

Erna Salms war eine ehemalige Mandolinenspielerin, zwar nicht mehr aktiv, aber nicht vergessen.

 

Frühjahrskonzert 2014 in der ev. Kirche in Vorst

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Frühjahrskonzert März 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

Vereinsausflug in die Nähe von Goch am 22. Juni 2014

Stadtführerin Frau Schneider in Nonnentracht

Stadtführerin Frau Schneider in Nonnentracht

Bei strahlendem Sonnenschein trafen wir uns am Kloster Graefental in Goch, um an der Führung „Im Tal der Grafen“ teilzunehmen.

Die Stadtführerin Frau W. Schneider hat uns sehr kompetent über den geschichtlichen Hintergrund und die Lebensweise in einem Zisterzienserkloster im 13. – 15. Jahrhundert berichtet.

Das anschließende klösterliche Mahl war einfach, aber sehr gesund und lecker.

Kontrastprogramm dazu war die Führung in der Viller Mühle mit dem verrückten Puppenspieler Heinz Boemler. Die Führung „Die Ware Wahnsinn“ war Programm und er wusste uns immer wieder mit neuen Ideen zu überraschen.
Bei Kaffee und Kuchen ließen wir den Tag ausklingen.

Die Ware Wahnsinn in der Viller Mühle

Die Ware Wahnsinn in der Viller Mühle

Herbstkonzert mit Cembalo in der ev. Kirche in St. TönisHerbstkonzert 2014_2

Da wir für das Herbstkonzert eine Kooperation mit dem Mandolinenorchester Hüls eingegangen sind, spielten wir unser Programm zweimal. Das erste Konzert fand Anfang November in St. Tönis in der Christuskirche statt und zwei Wochen später mit einem ähnlichen Programm in der ev. Kirche  in Krefeld-Bockum. Beide Konzerte unter Mitwirkung von Dr. Johannes Koch (Cembalo) und Sybille Koch (Mezzosopran).

2015

Bericht von der Jahreshauptversammlung

Das Mandolinenorchester St. Tönis blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück. Neben zwei sehr gut besuchten Konzerte gestaltete das Orchester gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Cornelius ein Benefizkonzert für die Aktion Medeor und spielte in den Altenheimen St. Tönis und Neuss, sehr zur Freude der Bewohner.
Besonders das Herbstkonzert war sehr gut besucht und fand großen Anklang beim Publikum. Die Kooperation mit dem Mandolinenorchester Hüls im Herbstkonzert soll deshalb auch in diesem Jahr fortgeführt werden.
Bei der Jahreshauptversammlung wurde der komplette Vorstand wiedergewählt. Außer dem ersten Vorsitzenden Rüdiger Sorgalla, der schon seit 22 Jahren Orchesterchef ist, sind das Martina Beckmann (2. Vorsitzende), Hanni Röttsches (Kassiererin) und Klaus-Peter Lux (Archivar).

Frühjahrskonzert mit Fagott in der ev. Kirche in Vorst

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Bezauberndes Konzert des Mandolinenorchesters St. Tönis

Das gute Wetter hat das Publikum des Mandolinenorchesters St. Tönis nicht von einem Konzertbesuch in der ev. Kirche in Vorst abhalten können. Zu Recht, denn es wurden im wahrsten Sinne des Wortes bezaubernde Klänge geboten.

Die Ouvertüre aus der Komposition „Die Zaubermandoline“ entführte in die magische Welt alter Bergwerke, in der zwei Kinder die Aufgabe haben die Welt zu retten. Neben der Begegnung mit Blaukobolden hilft ihnen auch die „Zaubermandoline“ dabei, ihr Ziel zu erreichen. Im Finale klang dann noch kurz das Steigerlied an. All dies wurde einfühlsam von der Dirigentin Andrea Jentges dirigiert und vom Zupforchester entsprechend umgesetzt.

Anschließend folgten barocke Klänge mit der Sonata VI von Guiseppe Sammartini.

Selten und entsprechend überraschend war die Uraufführung der Sonatine für Fagott und Mandoline von Fritz Pilsl. Dieses Stück wurde eigens für den Musikalischen Leiter des Orchesters, Rolf Labusch, komponiert, der natürlich auch die Mandoline spielte. Mit Laila Börner am Fagott überzeugte das Duo mit modernen Klängen.

Ein musikalischer Genuss war auch das Duett von Laila Börner, Fagott, und Martyna Schmiedeck am Piano. Ihre Interpretationen von „Sonate E-Moll“ von Telemann und der „Suite pour Basson“ von Tansmann begeisterten das Publikum und sorgten für stürmischen Applaus.

Bettina Labusch führte in die Geschichte des Werkes „The Song of Japanese Autumn“ ein. Darin geht es um die Geschichte eines Bauern, der trotz des aufkommenden Gewitters versucht, die Ernte einzuholen.
Den leichten Regen und das Aufkommen und Abklingen des Sturms in diesem Werk von Yasuo Kuwahara wusste das Orchester unter dem lebhaften Dirigat des Musikalischen Leiters beeindruckend zu interpretieren.

Das Konzert endete mit dem Dank des ersten Vorsitzenden Rüdiger Sorgalla an das Orchester, die Solisten und das Publikum. Außerdem wurde das Orchestermitglied Martina Beckmann geehrt, die an diesem Wochenende den achtmonatigen Lehrgang zum „Ausbilder im Zupforchester“ erfolgreich beendet hat.

Durch den anhaltenden Applaus für das abwechslungsreiche Konzert gab das Orchester noch zwei Zugaben.

 

Fahrt in die Partnerstadt Sées

Konzertankündigung

Konzertankündigung

Vom 14. bis zum 17.Mai 2015 sind wir im Rahmen der Städtepartnerschaft mit nach Sées, Frankreich gefahren. Aufnahme fanden wir in der „Source“, dem Gästehaus eines Nonnenklosters. Waren die Zimmer auch einfach wurden wir hier mit einem ausgezeichneten Frühstück verwöhnt. Die Zeit verbrachten wir mit einem Ausflug in das mittelalterliche „Le Mans“, inklusive Stadtführung und einem Besuch des Museums der naheliegenden Rennstrecke. Am folgenden Tag besichtigten wir in kleinen Gruppen den historischen Kern des Städtchens Sées, um uns rein zufällig in einer netten, kleinen Creperie wiederzutreffen. Höhepunkt war für uns dann unser abendliches Konzert in der Kathedrale Notre-Dame de Sées, mit einem aufmerksamen Publikum, das nicht mit Applaus sparte.

Kathedrale Sees

Konzert in der Kathedrale Notre-Dame

Beim abendlichen Abschlussfest mit hervorragendem Essen, musikalischer Unterhaltung, Tanz und Gesang konnten wir uns wie Gott in Frankreich fühlen und fuhren am nächsten Tag müde, aber zufrieden wieder nach Hause.

Julian Horn
In unserem Herbstkonzert eröffnete unser jüngstes Mitglied Julian Sczyrba mit einem Waldhornsolo, Barbara Abts und Rolf Labusch sprangen als Mitwirkung als Mandolinen-Duo ein.

2016

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Unsere zukünftige Dirigentin Andrea Jentges hat den B-Kurs zur Gitarrenlehrererin in der Bundesakademie in Trossingen mit hervorragendem Erfolg bestanden.